12 Grundregeln für die deutsche Berichterstattung über den Nahen Osten

Sehr geehrter Herr Thomas Fiekens, nach Lektüre Ihrer Artikel bin ich sicher, dass die unten reproduzierten 12 Grundregeln für die deutsche Berichterstattung über den Nahen Osten auch in der Redaktion Ihrer Recklinghäuser Zeitung brutal durchgesetzt werden. Damit sind Sie, wie viele ihrer deutschen Kollegen, nur bedauernswerte Opfer, zur Einhaltung der 12 Regeln gezwungen werden. Daher verdienen Sie nicht unseren Zorn sondern unser Mitgefühl. Mit freundlichen Grüßen,  Rainer Rupp Journalist ... weiterlesen

Häufig irreführende Berichterstattung über Gaza in Medien

Leserbrief zu „Ein Bier wartet“ (SZ, 21. 3. 2015, S. 5) Jürgen Jung - Wieder einmal ein Artikel in der SZ, der deutlich macht, wie „Ausgewogenheit“ im Grunde den zur Debatte stehenden Sachverhalt geradezu vernebelt und damit - insbesondere im Falle Israels - unversehens die herrschende Einäugigkeit bekräftigt. „Das deutsche Schweigen zu Israel“ - so der deutsch-israelische Philosoph Omri Böhm -, dem sich, mit ganz wenigen Ausnahmen, die deutschen Intellektuellen und Vordenker unterworfen ... weiterlesen

15 palästinensische Journalisten in israelischer Haft

In Palästina werden Journalisten festgenommen, inhaftiert und ermordet, die Pressemedien werden zerstört. Trotzdem verschweigen die Medien, die wirtschaftlichen und militärischen Interessen verbunden sind, die grausame Behandlung der Journalisten. Ein Bericht der Vereinigung der Radio- und TV-Stationen Palästinas hat darauf hingewiesen, dass sich 15 palästinensische Journalsten in israelischer Haft befinden, manche schon seit vielen Jahren. Ähnlich wie während der Militärjunta in Argentinien ... weiterlesen

Realität in Gaza viel schlimmer als in den Medien dargestellt

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Christoph Strässer ist gerade aus dem Gazastreifen zurückgekehrt und berichtet von der deprimierenden Situation. "Mein Eindruck ist, dass die Realität sich sehr viel schlimmer darstellt als das in den Medien berichtet wird. Schon die Einreise in den Gazastreifen ist gespenstisch. Über den Erez Grenzübergang erreicht man eine weitgehend zerstörte Stadt," erklärt er in einem Interview.  >>>  Die Bundesregierung kennt also die Lage ... weiterlesen

„Anti-Terror“-Kriege, Menschenrechte und die Anschläge von Paris

Nach den schrecklichen Terroranschlägen in Paris sind wir erneut Zeuge einer einseitigen Aufarbeitung geworden. Von vielen Politikern werden diese Ereignisse bereits für ihre Zwecke instrumentalisiert. Wenn wir daraus jedoch wirklich etwas lernen wollen, dann müssen wir das Leid von Millionen Menschen, das der Westen mit seinen "Anti-Terrorkriegen" dem Mittleren und Nahen Osten zugefügt hat, mit islamistischem Terror zusammen denken. Und wir müssen sehen wie Politiker versuchen damit jetzt noch ... weiterlesen

In Israel schockt nur jüdisches Blut

Gideon Levy - Das Töten von Palästinensern durch Soldaten oder Polizisten  erschreckt niemand in Israel. Die Propagandamaschine wird alles weiß waschen und die Medien sind ihr Sprachrohr. Es gab in Jerusalem (kürzlich) ein Massaker, bei dem 5 Israelis getötet wurden. Im vergangenen Sommer gab es einen Krieg im Gazastreifen mit 2200 getöteten Palästinensern, die meisten  waren Zivilisten. Das Massaker schockierte uns, der Krieg weniger. Massaker haben Schuldige, der Krieg nicht. Morde mit ... weiterlesen

Leserbrief zu einseitiger Berichterstattung im Deutschlandradio

5. 11. 2014 - Sehr geehrte Redaktion, vor wenigen Minuten habe ich in Ihren Nachrichten von den beiden Attentaten in Jerusalem gehört, bei denen Palästinenser mit ihren Autos Menschen angefahren haben. Sie wurden sofort von der Polizei erschossen, ein Behördenvertreter plädierte sofort für die Zerstörung der Häuser der beiden Attentäter. Nicht gehört habe ich im DR, dass in den letzten Wochen in Ost-Jerusalem und im Westjordanland Palästinenser von jüdischen Siedlern angefahren worden ... weiterlesen

Leitmedien

Matthias Jochheim (IPPNW). Eine mit modernsten Zerstörungsmitteln ausgerüstete Armee überfällt zu Wasser, zu Lande und zur Luft eine dicht besiedelte, abgeriegelte und durch jahrelange Handels- und Reiseblockaden ausgepowerte Enklave, tötet rund 1900 Menschen - zu mindestens zwei Dritteln unbewaffnete Zivilisten, darunter rund 400 Kinder – und erklärt dies zu einer Operation gegen den Terror.  Begründet wird das mit dem Abschuss vorsintflutlicher, ungesteuerter Raketen, ausgelöst durch ... weiterlesen