KoPI-Vorträge

18. April 2021, Dr. Shir Hever,  Die „Ein-demokratischer-Staat“ – Initiative  von 17-19 Uhr

Wir bitten ab dem 10. April um Anmeldung an : dr.griesche(Ersetze diesen Einschub durch das Email-Zeichen.)gmx.de

Zum Thema: Nachdem die Zwei-Staaten-Lösung mit jeder Siedlungserweiterung und Zwangsvertreibung in immer weitere Ferne gerückt ist, bleibt die Frage, ob es eine Zukunft für beide Völker ohne Besatzung und Apartheid geben kann. Die „One-Democratic-State“- Initiative will darauf eine Antwort geben.

Im Aufruf der Initiative heisst es: „Die One Democratic State Campaign“ (ODSC) ist eine von Palästinensern geführte Initiative, die das Ende des kolonialen zionistischen Regimes fordert und die Errichtung eines einzigen demokratischen Staates im historischen Palästina anstrebt, der auf politischer, sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Gerechtigkeit basiert und in dem Palästinenser und israelische Juden gleichberechtigt leben. Die ODSC wurde Anfang 2018 von palästinensischen und israelisch-jüdischen Aktivisten, Intellektuellen und Akademikern in der Stadt Haifa ins Leben gerufen.“

Unterstützer u.A.: Awad Abdel Fattah (früherer Genaralsekretär der Balad-Partei), Galilee, Haidar Eid (Prof. und Autor), Gaza, Diana Buttu (Anwältin, frühere Sprecherin der PLO), Haifa/Canada, Munir Nuseibah (Menschenrechtsanwalt und Prof.), Jerusalem, Ilan Pappe, Haifa , Jeff Halper, Jerusalem, Bassem Tamimi (ein Führer des gewaltfreien Widerstands in Nabi Salah), Miko Peled (Sohn des Generals Matti Peled, Aktivist), USA, Susan Abulhawa (Autorin), USA.

 

 

28. März 2021, Prof. Dr. Moshe Zuckermann, „Ist Israel ein Apartheidstaat?“

  • „Apartheid“ ist für viele ein Begriff, der nur für Südafrika galt und nicht auf Israel angewendet werden sollte. Nun hat aber die bedeutendste israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem Israel einen Apartheidstaat genannt.
  • Darf/muss man Israel einen Apartheidstaat nennen?
  • Welche politischen oder völkerrechtlichen Auswirkungen ergeben sich
    daraus?

Moshe Zuckermann lehrte er am Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas der Universität Tel Aviv. Von Februar 2000 bis 2005 leitete er das Institut für Deutsche Geschichte an der Universität Tel Aviv. Seit drei Jahren ist er emeritiert

Prof. Zuckermann gilt als Kritiker der israelischen Politik und Gesellschaft. Er hat sich zu historischen und aktuellen Themen immer wieder geäußert. Wer schon jetzt einen Eindruck von ihm haben möchte, kann eines der vielen Videos aufrufen, z.B. https://weltnetz.tv/personen/moshe-zuckermann

28.2.2021 Dr. Shir Hever, Israels Strategie gegen BDS“

Ghandi sagte bekanntlich: „Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

In den sechzehn Jahren seit ihrer Gründung hat die israelische Regierung eine Vielzahl von Strategien, Taktiken und Maßnahmen ergriffen, um die BDS-Bewegung zu stoppen. Wir werden die erfolgreicheren und die weniger erfolgreichen unter die Lupe nehmen und erklären, welchen Beitrag die israelischen Geheimdienste leisten, und warum das Ministerium für strategische Angelegenheiten versagt hat.

Shir Hever ist Wirtschaftswissenschaftler, Autor und Journalist. Er hat an der Freien Universität Berlin promoviert und lebt in Heidelberg. Sein Forschungsthema sind die ökonomischen Aspekte der israelischen Politik in Palästina: Besatzung, Ungleichheit und der Widerstand dagegen. Er ist im Vorstand der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden und auch im BIP – BÜNDNIS FÜR GERECHTIGKEIT ZWISCHEN ISRAELIS UND PALÄSTINENSERN

17.1.2021 Prof. Moshe Zimmermann, Israel von innen mit Blick auf die Palästinenser“ (nur als Audio-Vortrag verfügbar)

  • Wie ist das politische Kräfteverhältnis in Israel?
  • Gibt es Politiker/Bewegungen, die eine Zukunftsvision haben
    und/oder die sich für eine friedliche Lösung des Konflikts einsetzen?
  • Wie wird der Konflikt mit den Palästinensern in der israelischen Öffentlichkeit
    wahrgenommen?
  • Gibt es in der israelischen Gesellschaft Gruppen/NGOs, die
    einen Ausgleich mit den Palästinensern anstreben?
  • Gibt es überhaupt Hoffnung auf eine friedliche Lösung?

Moshe Zimmermann, dessen Eltern aus Hamburg fliehen konnten, promovierte 1977 an der Hebräischen Universität Jerusalem über die Emanzipation der Hamburger Juden im 19. Jahrhundert. Die neuere deutsche Sozialgeschichte, die Geschichte der deutschen Juden und des Antisemitismus, die deutsch-israelischen Beziehungen wurden seine Arbeitsschwerpunkte.  Als Emeritus der Hebrew University Jerusalem meldet sich Moshe Zimmermann weiter zu Wort.

29. Nov. 2020: Prof. Helga Baumgarten, „Die aktuelle Lage in Palästina-gibt es noch Hoffnung auf Frieden?“

Helga Baumgarten ist eine ausgewiesene Kennerin der Lage im Nahen Osten, da sie seit den 1980 Jahren dort lebt und arbeitet. Sie ist emeritierte Professorin der Universität Birzeit. Ihr Vortrag hat folgende Gliederung:

  • wer ist verantwortlich für die katastrophale Lage der palästinensischen Gesellschaft heute?
  • welche Rolle spielen die palästinensische Autonomiebehörde und die Zivilgesellschaft?
  • gibt es Hoffnungsschimmer?
  • Was kann und muss die internationale Solidaritätsbewegung tun, speziell auch in Deutschland?

Der Vortrag als Audio.

31.1./1.2.2020  KoPI-Konferenz „Die deutsche Israelpolitik auf dem Prüfstand – behindert die deutsche ‚Staatsraison’ den Frieden in Israel/Palästina?“ 

  • Dr. Rüdeger Baron (AK Palästina im NEFF), Die Sicherheit Israels als deutsche Staatsräson, (der vorgesehene Referent Rudolf Dreßler war leider erkrankt)
  • Prof. Norman Paech (Völkerrechtler, Hamburg), Die deutsche Israelpolitik als verfehlte Vergangenheitsbewältigung
  • Dr. Khouloud Daibes (Botschafterin, Berlin), Wie erleben Palästinenser die deutsche Israelpolitik?
  • Prof. Moshe Zuckermann (Historiker, Tel Aviv), Die deutsche Staatsräson-Doktrin aus israelischer Sicht.
  • Dr. Gerhard Fulda (Botschafter a.D.), Das Ende der Staatsräson – ein Paradigmenwechsel

Interviews mit ReferentInnen.