Stellungnahme zur EKD-Schrift – „Antisemitismus. Vorurteile, Ausgrenzungen, Projektionen und was wir dagegen tun können“

Dr. Martin Breidert: Nicht  nur die Kirche, alle gesellschaftlichen Kräfte müssen gegen Antisemitismus vorgehen. Die Frage ist allerdings,  wie  Antisemitismus zu definieren ist. Die EKD-Schrift  berücksichtigt  nicht  die empirische Studie von Wilhelm Kempf „Israelkritik zwischen Antisemitismus und Menschenrechtsidee“ (2015), die zu dem frappierenden Ergebnis kommt, dass antisemitische Klischees unter den Freunden Israels  häufiger sind als unter denen, die sich für die Menschenrechte ... weiterlesen

Jürgen Todenhöfer – Liebe Freunde, wenn Deutsche beim Thema Antisemitismus mit dem Finger auf Muslime zeigen, wird mir schlecht

Jürgen Todenhöfer - Liebe Freunde, wenn Deutsche beim Thema Antisemitismus mit dem Finger auf Muslime zeigen, wird mir schlecht. Es waren deutsche ‚Christen‘, die 6 Millionen Juden ermordet haben und nicht Muslime. Wir wollten nie mehr Rassismus zulassen! Trotzdem wird systematisch ein neues rassistisches Feindbild aufgebaut: das Feindbild Islam. Jeden Tag offener, dreister. Keiner unserer Politiker und Medien schämt sich deswegen. Sie warnen scheinheilig vor einer Rückkehr des Antisemitismus ... weiterlesen

12 Grundregeln für die deutsche Berichterstattung über den Nahen Osten

Sehr geehrter Herr Thomas Fiekens, nach Lektüre Ihrer Artikel bin ich sicher, dass die unten reproduzierten 12 Grundregeln für die deutsche Berichterstattung über den Nahen Osten auch in der Redaktion Ihrer Recklinghäuser Zeitung brutal durchgesetzt werden. Damit sind Sie, wie viele ihrer deutschen Kollegen, nur bedauernswerte Opfer, zur Einhaltung der 12 Regeln gezwungen werden. Daher verdienen Sie nicht unseren Zorn sondern unser Mitgefühl. Mit freundlichen Grüßen,  Rainer Rupp Journalist ... weiterlesen

Avi Primor, früherer israelischer Botschafter, zum israelisch-deutschen Dialog

Avi Primor in Bremen: “… und nicht gleich ‘Antisemitismus!’ schreien. Das ist doch wahnsinnig”! -   Avi Primor war Israels Botschafter in Deutschland von 1993 bis 1999. Er sprach am 21. Mai 2015 im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft auf Einladung der Senatskanzlei und anlässlich des 50. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen über “Der israelisch-deutsche Dialog – heute, gestern, morgen”. Avi Primor wurde 1933 als Sohn eines niederländischen Einwanderers in ... weiterlesen

Häufig irreführende Berichterstattung über Gaza in Medien

Leserbrief zu „Ein Bier wartet“ (SZ, 21. 3. 2015, S. 5) Jürgen Jung - Wieder einmal ein Artikel in der SZ, der deutlich macht, wie „Ausgewogenheit“ im Grunde den zur Debatte stehenden Sachverhalt geradezu vernebelt und damit - insbesondere im Falle Israels - unversehens die herrschende Einäugigkeit bekräftigt. „Das deutsche Schweigen zu Israel“ - so der deutsch-israelische Philosoph Omri Böhm -, dem sich, mit ganz wenigen Ausnahmen, die deutschen Intellektuellen und Vordenker unterworfen ... weiterlesen

Kein Anstieg des Antisemitismus in Deutschland

Gibt es in Deutschland eine neue Welle von Antisemitismus? Nein, sagt eine aktuelle Studie vom Berliner Forum für Gewaltprävention. Allerdings beschreibt die Studie einen sich radikalisierenden kulturrassistischen Diskurs, dem jüdische und muslimische Bürger in Deutschland ausgesetzt sind. Dies gilt es, mit allen Mitteln auf allen Ebenen der Gesellschaft zu bekämpfen. Die Salaam-Schalom Initiative weist als Teil des interkulturellen jüdisch-muslimischen Dialogs in Deutschland die teils polemische ... weiterlesen

Zusammenhang zwischen Antisemitismus und Israelkritik

Auf dem Friedensratschlag in Kassel 6./7. Dezember 2014 stellt Prof. Rolf Verleger die neue Studie zu Antisemitismus und Israelkritik von Prof. Wilhelm Kempf vor, die er beratend betreuen durfte:  >>>  ---------------------------------------------------------------------- Ein Leserbrief von Prof. Rolf Verleger in der SZ zum Thema Antisemitismus in der Linken?" und Vorstellung der Ergebnisse eines Projekt zur Erforschung des Zusam­menhangs zwischen „Israel­kritik“ und „Anti­semitis­mus" ... weiterlesen

Zur Demo des Zentralrats der Juden in Deutschland gegen Antisemitismus

Die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost - eine Mitgliedsorganisation von KoPI - hat eine Stellungnahme abgegeben zur Demonstration des Zentralrats der Juden in Deutschland gegen Antisemitismus am 14. September in Berlin. Es geht nicht um Antisemitismus. Es geht um die Frage: Sympathie mit Menschenrechten oder mit Israels Politik? Israels maßloser Versuch, die Hamas als Vertretung Palästinas ein für allemal zu liquidieren, treibt in Deutschland einen schon lange schwärenden Widerspruch ... weiterlesen