Aufruf zur Kundgebung: Solidarität mit Jerusalem!

Nein zu der von Israel staatsorganisierten ethnischen Säuberung, Unterdrückung und Vertreibung der Palästinenser aus Jerusalem!

Die Maschinerie der ethnischen Säuberung Palästinas geht immer noch mit voller Kraft voraus. Mit den aktuellen Proteste in den letzten Tagen in Jerusalem wird in den westlichen Medien von den eigentlichen Hintergründen der wütenden Palästinenser in Jerusalem abgesehen und die Massenzuschauer eher auf Nebensächlichkeiten gelenkt.

Systematische und staatsorganisierte Vertreibung, Ethnische Säuberung „Stiller Transfer“, Diskriminierung, Verweigerung des Besuches ihrer heiligen Stätten, Beschlagnahmungen ihrer Häuser und der Aufbau immer neuer jüdischer Siedlungen seitens Israels. So sieht der Alltag für die palästinensische Bürger in Jerusalem aus.

„Großjerusalem – die Israelis definieren Großjerusalem auf eine Weise, dass es fast 1/3 des Westjordanlandes ausmacht. Für jene die Palästina und das Westjordanland kennen, ist die neue israelische Definition Großjerusalems, vom Süden Ramallahs bis zum Norden von Bethlehem und vom Jordanfluss bis Tel Aviv. Das ist ein sehr großes Gebiet in dem Hunderttausende Palästinenser wohnen, die die Israelis weg haben wollen. Und was sie machen ist eine sehr raffinierte Art, die Menschen, die sie nicht wollen, aus dem Land zu treiben. Wenn Sie, als palästinensischer Bürger, und ich bin sicher, dass wir das alle einmal tun, kein Einparkticket bezahlen, oder die städtischen Gebühren zu spät bezahlen, oder Sie haben das Land verlassen, ohne das Formular der Ausreise genau ausgefüllt zu haben, wird Ihnen das Wohnen in Großjerusalem verboten. Und das nennt man in Israel den stillen Transfer. Sie können darüber in einer einzigen Zeitung lesen, Haaretz, die von nur 7% der Israelis gelesen wird, aber selbst da wird selten darüber berichtet. Die israelischen Gesetzgeber nennen das den stillen Transfer – warum still? Weil niemand darüber spricht und deswegen mögen sie mich nicht, weil ich darüber spreche, ich schweige nicht und wenn ich darüber spreche, hört der stille Transfer auf. Es beginnt ein bekannter Transfer zu werden.“ (Ilan Pappe, israelischer Akademiker und Schriftsteller)

Wenn die EU-Vertreter wirklich über die ethnische Säuberung in Ost-Jerusalem bestürzt wären, würden sie mit der Zusammenarbeit mit israelischen Institutionen, die dort aktiv sind, aufhören.
Federica Mogherini, die neue Außenbeauftragte der EU, scheint ihre Worte sorgfältig abzuwägen; ihre Antwort auf die neuste Erweiterung der israelischen Siedlungen in Ost-Jerusalem war mehr als zurückhaltend und beschämend.

Dass die EU den permanenten Skandal der Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzung durch das israelische Besatzungsregime stillschweigend zur Kenntnis nimmt, ist ein permanenter Skandal.

Samstag, den 15.11.2014 um 12:00 mittags
Vorplatz am Kölner Hauptbahnhof Domseite – KÖLN

Palästinensische Gemeinde Köln e.V.

Informationen zu den aktuellen Menschen- und Völkerrechtsverletzungen der israelischen Regierung in Ost-Jerusalem >>> 

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