Bericht von Amnesty International zu den Gaza-Protesten

Ein neuer Bericht von Amnesty International anlässlich des Jahrestages der „Großen Rückkehrmarsch-Proteste“ enthält die Forderung nach einem Waffenembargo gegenüber Israel. Weiterhin fordert Amnesty eine Ende der Gaza-Blockade und die Erlaubnis, dass Palästinenser*innen an den Ort zurückkehren können, von dem sie vor 70 Jahren vertrieben wurden.
Im Bericht heisst es: Immer wieder hat Israel eine große Geringschätzung für das Leben der Menschen in Gaza gezeigt. 195 Palästinenser*innen wurden durch Scharfschützen getötet, darunter 41 Kinder und 28 939 Menschen wurden verletzt.
Der Bericht sagt auch, dass das schockierende Ausmaß der Schussverletzungen es nahelegen, dass Israel eine bewusste Strategie verfolgt, Zivilisten zu verkrüppeln. Es wurde Munition eingesetzt, die auch zur Tierjagd benutzt wird („hunting ammunition“) und die sich im Körper ausdehnt und große Wunden reißt.  So mussten mehr Amputationen vorgenommen werden als während des gesamten Israel-Gaza-Konfliktes 2014.
Die israelischen Streitkräfte töteten und verletzten palästinensische Demonstrant*innen, die keine direkte Gefahr für das Leben der Soldaten darstellten – darunter Kinder, Sanitäter*innen, Journalist*innen und Menschen mit Behinderungen.
Amnesty unterstützt die UN-Untersuchungskommission, die Kriegsverbrechen aufdecken will, um den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, die Täter zu bestrafen und damit den langjährigen Kreis der Straflosigkeit zu durchbrechen.


https://www.amnesty.org/en/latest/news/2019/03/one-year-on-from-protests-gaza-civilians-devastating-injuries-highlight-urgent-need-for-arms-embargo-on-israel/

Bild: Gazastreifen, Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karte_Gazastreifen.png