Kommentare zur Lage nach der US-Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels

„Der gesamte Nahe Osten wird auf den Kopf gestellt“

Abdallah Frangi, der Gouverneur von Gaza, hat die Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump als Gewaltakt bezeichnet. Nachfolgend das Interview mit ihm (Quelle: Deutschlandfunk).   

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Clemens Ronnefeld, Friedensreferent des Internationalen Versöhnungsbunds deutscher Zweig, schreibt: „Im Nahen Osten droht nach der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, eine neue Welle der Gewalt. Nachfolgend habe ich folgende Hintergrund-Quellen ausgewählt:  >>>

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Von Barak bis Trump, von Uri Avnery
Quelle: Palästina-Portal

EHUD BARAK hat „das Schweigen gebrochen“. Er hat in der New York Times einen Artikel veröffentlicht, der unsern Ministerpräsidenten mit den aggressivsten Ausdrücken angreift, mit andern Worten hat er genau dasselbe getan wie die Gruppe ehemaliger Soldaten, die sich selbst „Breaking the Silence“ nennen und die angeklagt werden, unsere schmutzige Wäsche im Ausland zu waschen.  Sie decken Kriegsverbrechen auf, von denen sie Zeugen gewesen  oder an denen sie selbst Teilnehmer waren.

Doch abgesehen von dem Angriff auf Benjamin Netanjahu, hat Barak den Artikel  dazu benützt, seinen Friedensplan zu veröffentlichen. Als früherer Stabschef der israelischen Armee und früherer Ministerpräsident ist Barak  offensichtlich dabei, ein Come-back zu planen, und sein Friedensplan ist ein Teil seiner Bemühungen. Dies scheint irgendwie eine offene Saison für Friedenspläne in unserer Region zu sein.

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Wir haben eure Proteste satt, von Gideon Levy
Quelle: Palästina Portal

Noch ein historischer Samstagabend zeichnet sich ab; Zehntausende werden noch einmal  auf Tel Avivs  Rothshild-Boulevard  demonstrieren. Wenn man nach den Reaktionen des historischen  Shabbat der letzten Woche  urteilt, befinden wir uns  bei einem weiteren tollen Erfolg.. Selbstgefälligkeit erreicht neue Höhen im wirklichen Leben und in den sozialen Medien. Es ist das israelische Gefühl für Gerechtigkeit, das auflodert“ verkündet Isaac Herzog.

Wie schön, du Volk Israel, wie schön, dass das Gefühl für Gerechtigkeit in dir lodert, so aufmerksam kannst du aufschreien. Es ist ermutigend zu sehen, wie die Leute ihre Apathie abschütteln; sie haben sogar  einen entschiedenen, wunderbaren, volkstümlichen Führer, aber die Ziele sind ausweichend, gemein, banal und sie laufen von dem fort, was am wichtigsten wäre.

„Der Vorzugs-Gesetzesentwurf“  — für diesen geht Israel auf die Straße. Der Hass gegen den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu rüttelt ein Drittel eines Prozentes von Israelis aus seiner  Gleichgültigkeit auf. Als dies das letzte Mal geschah, wurde der Hüttenkäse billiger. Jetzt wollen sie die Veröffentlichung von Polizei-Empfehlungen, den Erhalt einer Gesetzesregel und natürlich den Sturz von Netanjahu . Äußerst ehrenwerte Ziele. Doch die Leute haben noch immer Angst, das  anzufassen, was wirklich von Bedeutung ist.  Der Vorzugs-Gesetzentwurf wird durchfallen und Netanjahus Ende wird kommen. Was also noch?

Es gibt tausend Gründe für diese guten Israelis, auf die Straße zu gehen –  sie wählen den Kleinsten.

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Wahlversprechen gehalten
Trump kündigt Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem an. Palästinenser sollen gedemütigt werden
Quelle: Junge Welt

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Leitartikel: Trumps Nahost-Roulette
Jerusalem-Pläne des US-Präsidenten sind tödlich
Quelle: Nürnberger Zeitung

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Jerusalem Ein Quadratkilometer Weltgeschichte
 

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