Israelische Grenzwälle gegen Flüchtlinge. Netanjahu: Mauer um Israel als „Schutz vor den wilden Tieren“

Israel hat bereits vielen Mauern und Zäune gebaut: die meisten auf palästinensischem Boden. 31.400 Palästinenser sind sogar von einem Grenzwall eingeschlossen, weil  Israel viele Städte und Dörfer durch Wälle komplet eingeschlossen hat. Bewohner und Besucher können diese Ortschaften nur zu ganz bestimmten Uhrzeiten durch einen Checkpoint betreten. Jetzt soll auch zwischen Israel und Jordanien und zwischen den besetzten Golanhöhen und Syrien ein Grenzwall gebaut werden.

schutz vor bestien

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Israel mauert sich ein  >>>

Netanjahu: Mauer um Israel als „Schutz vor den wilden Tieren“ >>>

Israel will sich ganz mit einem Zaun umgeben >>> 

Israel wird weitere Grenzwälle errichten, um zu verhindern, dass Flüchtlinge (ins Land) kommenDer israelische Premierminister Benjamin Netanyahu hat während eines Besuchs an einem Ort, an dem an der Grenze zwischen Israel und Jordanien eine Trennungsbarriere errichtet wird, erklärt, dass er das Land mit (Eisen) Gittern und Wällen umgeben wolle, um es gegen die „wilden Tiere (Bestien)“ zu verteidigen.

Heute versicherte Netanyahu, dass er einen Plan zur Errichtung  von Grenzwällen entlang aller Grenzen Israels vorbereitet habe, um das Land „gegen die wilden Tiere (Bestien) zu verteidigen“. […]

„Sie werden mich fragen: was willst du, die Villa schützen? Die Antwort ist ja. Werden wir ganz Israel mit Barrieren und Eisengittern umgeben? Die Antwort ist ja. Dies ist das Gebiet, in dem wir wohnen, wir müssen uns gegen die wilden Tiere (Bestien) verteidigen“, sagte er verächtlich in Bezug auf syrische Flüchtlinge.

Auch wenn es viele Millionen kosten werde, sagte er, man arbeite an einem mehrjährigen Plan mit Prioritäten „der Art, dass es sich über Jahre hinziehen kann, ihn (den Grenzwall) nach und nach zu errichten, aber schließlich werde er vervollständig sein, um den Staat Israel zu verteidigen“.

Details – Im vergangenen September hat Israel mit der Errichtung von 30km Grenzwällen entlang seiner Grenze zu Jordanien bei Eilat, der Küstenstadt am Roten Meer, begonnen und an der Grenze zu Ägypten, zum Libanon im Norden und auf dem von Israel kontrollierten syrischen Gebiet (Golan-Höhen, Ü.) Sicherheitsbarrieren hochgezogen, außer denen, die den Gazastreifen umgeben.

Netanyahu sagte bei dieser Gelegenheit, er werde nicht erlauben, dass Israel „von Infiltranten, Arbeitsimmigranten oder Terroristen überschwemmt“ würde.

Die Flüchtlingsagentur der Vereinten Nationen (Acnur) hat berichtet, dass 2015 mehr als 300.000 Flüchtlinge das Mittelmeer überquert haben; 500 von ihnen verloren das Leben oder verschwanden im Meer.

Um einen exklusiv jüdischen Staat zu schaffen, führten die zionistischen Milizen das ein, was der Historiker Ilan Pappé „intentionale ethnische Säuberung“ nennt. Die Vorläufer der israelischen Armee warfen 750.000 Palästinenser aus ihren Häusern, damit wurde die Hälfte der arabischen Bevölkerung zu Flüchtlingen, denen das Recht auf Rückkehr verweigert wird.

Text aus der Grafik:
Folgen (des Mauerbaus):
47,6% des besetzten Westjordanlandes wird von Israel mit der Mauer annektiert werden
60.500 Palästinenser sitzen in der Falle zwischen Mauer und Grüner Grenze
31.400 Palästinenser sind von der Mauer eingeschlossen
500.000 Palästinenser werden in einem 1km (breiten) Streifen leben
200.000 Palästinenser im besetzten Ost-Jerusalem sind durch die Mauer beeinträchtigt
10% des Bodens des Westjordanlandes sind auf der anderen Seite der Mauer geblieben
Weite landwirtschaftliche Flächen wurden enteignet  
Dutzende Wohnhäuser zerstört.
Quelle  Übersetzung: K. Nebauer