Warum wir der Vertreibung der Palästinenser gedenken müssen

Palästinenser auf der Flucht während der Nakba 1947/1948

Palästinenser auf der Flucht während der Nakba 1947/1948

Die israelische Bevölkerung hat Netanjahu wiedergewählt. Es ist mittlerweile seine 4. Amtszeit und das neue Kabinett hat nun seine Arbeit begonnen. Der israelische Ministerpräsident ist ja schon bekannt für seine rassistischen Äußerungen, seine Kriegs- und Siedlungspolitik gegenüber den Palästinenser*innen und die Vernichtungsfantasien, die er gegenüber Iran hegt. Aber was ist mit dem Rest des Kabinetts?

Die Justizministerin Ajelet Schaked zitierte 2014 auf ihrer Facebook-Seite den Artikel des Journalisten Eliad Elitzur. Sie identifizierte sich in ihrem Post mit den Aussagen, dass Palästinenser*innen allesamt feindliche Kämpfer seien und dafür bluten müssten. „Dazu zählen nun auch die Mütter der Märtyrer (…) Sie sollten ihren Söhnen nachfolgen – nichts wäre gerechter. Sie müssen verschwinden, und ebenso die Häuser, in denen sie diese Schlangen großziehen. Andernfalls werden dort noch mehr kleine Schlangen großgezogen.“ Der Verteidigungsminister Moshe Jaalon sagte kürzlich völlig ungeniert, dass die Israelis im Libanon und Gaza Zivilisten und Kinder getötet haben und es in Zukunft im Falle von Anfeindungen auch weiterhin tun werden. Der Vize-Verteidigungsminister und Chef der Zivilverwaltung Eli Ben-Dahan ist der Meinung, dass “Palästinenser Tiere sind und keine Menschen. Sie haben kein Recht zu leben.“ Der Bildungsminister Naftali Bennett behauptet voller Stolz, dass er in seinem Leben “schon viele Araber getötet hat“ und dass das „kein Problem“ sei. Er bezeichnete Palästinenser*innen sogar als „Granatsplitter im Arsch“. Der israelische Journalist Gideon Levy schreibt zurecht, dass das neue Kabinett die Gedanken und Gefühle der Mehrheitsbevölkerung authentisch zum Ausdruck bringe.

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