Israels Verteidigungsminister Mosche Jaalon versprach am Dienstag weitere Angriffe auf Zivilisten

Israels Verteidigungsminister Mosche Jaalon versprach am Dienstag in einer Pressekonferenz weitere Angriffe auf Zivilisten und schloss auch den Einsatz von Atombomben nicht aus.

„Wir werden libanesische Zivilisten verletzen, Kinder von Familien mit eingeschlossen. Wir hatten eine sehr lange, intensive Diskussion… wir taten es bereits, wir taten es im Gazastreifen, wir werden es in jeder aufkommenden Kampfhandlung tun.“ „In einigen Fällen, [in denen] wir glauben, nicht die richtige Antwort mit chirurgischen Operationen zu finden, [könnte Israel] bestimmte Schritte [unternehmen, wie die Amerikaner in] Nagazaki und Hiroshima, die letzten Endes 200.000 Todesopfer forderten.“

Israel kündigt an mehr Zivilisten im Gazastreifen und im Libanon zu töten Der israelische Minister für militärische Angelegenheiten, Moshe Yaalon, hat künftige Angriffe auf Wohngebiete in Gaza und Im Libanon gerechtfertigt, außerdem von einem möglichen Angriff auf Iran mit Atomwaffen gesprochen und so die amerikanischen Bombardierungen von Hiroshima und Nagasaki gerechtfertigt.

„Wir werden den libanesischen Zivilisten Schaden zufügen, mitsamt den Kindern der Familien“, sagte Yaalon bei einer Konferenz in Jerusalem. „Wir haben das damals gemacht, wir haben es im Gazastreifen gemacht, und wir werden es bei jeder zukünftigen Runde von Feindseiligkeiten wieder machen“, erklärte er, wie von Electronic Intifada aufgenommen wurde.

(Yaalon) drohte scheinbar sogar mit einem Angriff auf Iran mit Atomwaffen, als er behauptete, dass Israel, wenn es „in bestimmten Fällen das Gefühl hätte, chirurgische Operationen nicht die Antwort seien, bestimmte Maßnahmen ergreifen könnte“. Als man ihn um nähere Details bat bzgl. der Maßnahmen, die Tel Aviv plant, verwies Yaalon auf die amerikanischen Atombomben auf „Nagasaki und Hiroshima, die am Ende zu 200.000 Toten geführt haben“.

Yaalon sprach außerdem davon, wie er 2013 dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon angekündigt hatte, dass die israelische Armee den ganzen Stadtteil Al-Shuyaiya in Gaza bombardieren würde und er ihm eine Karte mit „vielen roten Punkten“ gezeigt habe, die „innerhalb einer dicht bewohnten urbanen Zone“ Bedrohungen für die Sicherheit Israels“ darstellten. […]Tatsächlich war der 20. Juli 2014 der blutigste Tag der Angriffe auf Shuyaiya (…) mit 90 bis 120 Toten, und insgesamt mehr als 2.310 Toten in den 51 Tagen der Offensive.   

Die Konferenz war unter dem Titel „Zu einem neuen Kriegsrecht“ von Shurat Ha Din organisiert worden, einer Organisation zionistischer Anwälte, die israelische Kriegsverbrechen verteidigt und propalästinensische Kollektive angreift. Die Direktorin der Organisation, Nitsana Darshan-Leitner, wurde von Yaalon für ihre Aktivitäten gegen die BDS-Bewegung (für Yaalon „ein weiteres Instrument“ gegen das israelische Regime) sehr gelobt.

(Yaalon) bedauerte, dass er in einige europäische Länder nicht reisen könnte, da er wegen seiner Kriegsverbrechen festgenommen werden könnte (…). „Ich ziehe vor, für etwa 10 Jahre nicht nach England zu reisen, und während einer gewissen Zeit auch nicht nach Spanien“, sagte er. Yaalon nannte die gerichtliche Verfolgung von Kriegsverbrechen „Krieg nach dem Krieg“ und akzeptierte nicht, dass es wegen „Kollateralschäden“ (d.h. wegen der Tötung von Zivilisten) gerichtliche Untersuchungen gegen israelische Militäranehörige geben müsse.

The New York Times sagte am Mittwoch, es sei wahrscheinlich, dass Yaalon in der neuen Administration von Netanyahu das Ministerium für militärische Angelegenheiten (..) beibehält.

Yaalon ist mit Netanyahu einer der israelischen Politiker, die wegen ihrer Verantwortung für die Angriffe auf Gaza 2014 vor internationale Gerichte gebracht werden müsste, wie Hamas kürzlich forderte.
http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=56045 _ Übersetzt von K. Nebauer

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