Deir Yassin: Massaker am 9.4.1948 durch zionistische Milizen

Das palästinensische Dorf Deir Yassin lag westlich von Jerusalem und wurde von den zionistischen Terrorgruppen Irgun und Stern angegriffen.

Die Bewohner, die nicht hatten fliehen können, waren in einer unvorstellbaren Orgie abgeschlachtet und Frauen vergewaltigt, Häuser geplündert und mit Bewohnern in die Luft gejagt worden.

Die britische Polizei untersuchte das Massaker. Der stellvertretende Direktor des Criminal Investigation Departement sandte am 15. April 1948 einen „geheimen und dringlichen Bericht“ mit Zeugenaussagen an General Sir Alan Gordon Cunningham, den Hochkommissar von Großbritannien unter dem Aktenzeichen 179/110/17/65.

Überlebende Männer, Frauen und Kinder wurden bewacht von Bewaffneten durch die King George VI.-Straße in West-Jerusalem geführt, von jüdischen Einwohnern beschimpft, bespuckt und mit Steinen beworfen. Man nimmt an, dass anschließend alle ermordet wurden.

Der Leiter des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes besichtigte die Ruinen von Deir Yassin zwei Tage nach dem Massaker, es schätzte, dass 350 Einwohner, Männer, Frauen und Kinder ermordet worden waren, wie David Hirst in seinem Buch „The Gun and the Olive Branch“ schreibt. Mitglieder der Terrorgruppen sollen 25 Leichen auf den Müllplatz des Dorfes geworfen haben.  

Viele Palästinenser flüchteten aus Angst vor weiteren Massakern; ihre Dörfer, ihr Land wurden von jüdischen Einwanderern übernommen.

Zusammenfassung des Artikels „La masacre del poblado de Deir Yassin: Porque el mundo nunca debe olvidar“ mit Fotos auf http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=44451  von Karin Nebauer.

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Die Aktion wurde vom späteren israelischen Premierminister und Friedensnobelpreisträger Menachem Begin kommandiert. Dieser verteidigte auch später noch das Massaker: „Das Massaker von Deir Jassin hatte nicht nur seine Berechtigung – ohne den ,Sieg‘ von Deir Jassin hätte es auch niemals einen Staat Israel gegeben.“ (zitiert nach Markus A. Weingardt: Deutsche Israel- und Nahostpolitik. Campus Verlag 2002, S. 33)

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