Weißes Haus: Neubewertung der Beziehungen zu Israel notwendig

Über Netanyahus Rhetorik verärgert, glauben Regierungsbeamte des Weißen Hauses, die amerikanisch-israelischen Beziehungen hätten sich geändert.

Drei Kommentare des wieder gewählten israelischen Premierministers machte das Obama-Team wütend; Beamte in Washington sagen, seine Haltung zum palästinensischen Staat würde zu einer amerikanischen „Neubewertung“ zwingen.  

von Peter Beinart – 19. März 2015

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Obama bezeichnet Status quo im Nahen Osten als „unhaltbar“ – Präsident Obama äußert öffentlich Kritik an Israels Regierungschef Netanjahu.

Die Absage an einen Palästinenserstaat durch Netanjahu im Wahlkampf erschwert nach den Worten Obamas die Suche nach einem Weg für Friedensgespräche. Netanjahu hatte im Wahlkampf erklärt, unter seiner Verantwortung werde es keine Gründung eines Palästinenserstaates geben. Diese Äußerung hatte ihm Zulauf aus dem konservativen und nationalistischen Lager gebracht. Die Parlamentswahl am Dienstag gewann Netanjahu daraufhin überraschend deutlich. Nach der Wahl war er von seinen Äußerungen wieder abgerückt.

Aus Sicht von Obama sind die Äußerungen im Wahlkampf jedoch nicht vergessen. „Wir nehmen ihn beim Wort“, sagte Obama. >>>