„Anti-Terror“-Kriege, Menschenrechte und die Anschläge von Paris

Nach den schrecklichen Terroranschlägen in Paris sind wir erneut Zeuge einer einseitigen Aufarbeitung geworden. Von vielen Politikern werden diese Ereignisse bereits für ihre Zwecke instrumentalisiert. Wenn wir daraus jedoch wirklich etwas lernen wollen, dann müssen wir das Leid von Millionen Menschen, das der Westen mit seinen „Anti-Terrorkriegen“ dem Mittleren und Nahen Osten zugefügt hat, mit islamistischem Terror zusammen denken. Und wir müssen sehen wie Politiker versuchen damit jetzt noch mehr „Anti-Terror“-Krriege und Überwachung zu rechtfertigen. Im Folgenden sind wichtige Beiträge dazu  zu finden.

Die Anschläge stehen im Zusammenhang mit den neokolonialen Kriegen des Westens

Blumio mit seinem fünfminütigem Rap bringt diese Perspektive auf den Punkt >>> 

Blumio rappt über den Vergleich von Sarah Wagenknecht von Drohnenangriffen mit Terroranschlägen in Paris  >>> 

Niemand spricht von den Ursachen für den Hass. Nach den Anschlägen in Paris schlug die Stunde der Heuchler (Arn Strohmeyer)  >>>

„Konsequenz der westlichen Politik in Libyen“ – Terrorismus wird angeheizt durch das Ziel, neoliberale Politik voranzubringen. (Ein Gespräch mit Samir Amin)  >>> 

Um die Pariser Journalisten trauern, aber trotzdem die Hyprokrisie bemerken  (Rabbi Lerner)  >>> 

Das tägliche »Paris« – Überlegungen zu den Anschlägen in der französischen Hauptstadt: Sie können nicht aus dem Kontext der Weltordnung gelöst werden (Ulla Jelpke)  >>> 

Nein, wir verteidigen die westliche Zivilisation nicht  >>>  

Ach ja unsere Werte! (, Die Presse>>>

Kurze Stellungnahmen

Die ergreifende Rede vom Bruder des getöteten Polizisten Ahmed  >>> 

Nein zu Terrorismus! Nein zu Fremdenhass! Nein zu Pegida!  (Jürgen Todenhöfer)  >>> 

Wer schränkt die Pressefreiheit und andere Menschenrechte ein?

Nous sommes Charlie: Politiker vergießen Krokodilstränen, beschwören die Pressefreiheit und schränken sie ein (Klaus Boldt)  >>> 

Mit Zauberlehrlingen in einem Boot (

Heilige Terrorallianz. Attentate und EU-Innenminister   >>>  

Charlie Hebdo und der arabische Raum

Charlie Hebdo in der arabischen Welt „Je suis fed up“ (Karim El-Gawhary) >>> 

Satire in der islamischen Welt (Sonja Zekri>>> 

Palästinensische Hamas verurteilt Anschlag auf „Charlie Hebdo“  >>> 

France must not push Muslims into the arms of extremists (Yossi Dahan)  >>> 
 

Leaders from countries that persecute journalists march for freedom of speech in Paris (Jessica Purkiss)  >>> 

Medienkritik

Die gestrige Manifestation von Paris wird, so eindrucksvoll sie auch war, die Möglichkeit zur Sozial- und Medienkritik um Jahre zurückwerfen (Albrecht Müller)  >>> 
 
Lügenpresse: ARD droht TAZ  >>> 
 

Gefährliches Spiel mit der Glaubwürdigkeit (Dieter Hoß)  >>> 

S.P.O.N. – Die Mensch-Maschine: Die Medien und die große Ratlosigkeit  (>>> 

Die Wahrheit ist nur eine Fußnote der Geschichte. Warum der Streit um ein inszeniertes Bild am Kern der Kritik vorbeigeht (Sascha Pommrenke >>> 

Ich bin nicht Charlie Hebdo

Sind wir alle „Charlie Hebdo“?  >>> 

In Solidarity With a Free Press: Some More Blasphemous Cartoons  (Glenn Greenwald)  >>> 

Die Pariser Morde, furchtbar! Doch bin ich deshalb Charlie? (Andreas Buro) >>> 

Von der Kunst des politisch korrekten Rassismus  >>>

Charlie und die Heuchler (Peter Vonnahme, Hintergrund)  >>> 

Wie sieht es in Israel und den besetzten Gebieten aus mit Meinungsfreiheit, Menschenrechten und wie mit Terrorismus?
 
In der ersten Reihe winkend (Uri Avnery)  >>> 
 

Premierminister ohne Scham. Netanyahu in Paris (Felicia Langer)  >>> 

Israel imprisons Palestinian cartoonist Mohammad Saba’aneh without charge, sparks international demands for his release   >>>
 
Bibi’s vulgarity: Using the Paris shooting to justify Israeli colonialism  >>> 
 
‘With God’s help, the journalists at Haaretz will be murdered just like in France‘: Death threats follow publication of cartoon in Israeli newspaper  >>>  
 
Als der Mossad einen großen palästinensischen Karikaturisten in London ermordete
Erinnern wir uns! Der im Nahen Osten berühmte palästinensische Zeichner und Karikaturisten Naji al-Ali wurde am 22. Juli 1987 in London ermordet, in der Nähe der (Agentur der) kuweitischen Tageszeitung Al-Qabas, bei der er arbeitete. Arabischen Potentaten gegenüber war er respektlos, den Zionismus nannte er beim Namen und denunzierte die Korruption bestimmter palästinensischer Politiker. Ein professioneller Mörder jagte ihm eine Kugel in den Kopf und setzte seinen Weg in Ruhe fort ohne in Angst versetzt zu werden.

Die westliche Presse hat sich über diesen Angriff auf die Meinungsfreiheit nicht aufgeregt, wie dies heute nach dem Attentat [..] auf Charlie Hebdo der Fall ist. Zweierlei Gewichtung und zweierlei Maß?

Zehn Monate später nahm Scotland Yard einen gewissen Ismail Suwan fest, einen palästinensischen Studenten, der in die Organisation des Mordes verwickelt war. Im Verhör bekannt er, dass er vom Mossad rekrutiert worden war und seine Vorgesetzten ihn vom Mordprojekt informiert hatten.

Angesichts der Weigerung Israels sich zu dem Verbrechen zu äußern, ordnete Margaret Thatcher – britische Premierministerin – die Schließung der Funkstation (antenne) des Mossad in London – Palace Green – und die Ausweisung der beiden israelischen „Diplomaten“ an. Obwohl MI5 – britischer Innen-Nachrichtendienst -die Identität des Mörders kannte – ein Agent von Kidon, Aktionsdienst des Mossad – wurde sie niemals öffentlich bekannt gemacht.

Die westliche Presse hat niemals Himmel und Erde in Bewegung gesetzt, um den Mörder und jene, die die Befehle erteilt haben, zu ergreifen und vor Gericht zu stellen.

Der Mossad hat seine Aktivitäten in Großbritannien ruhig weiter geführt, aber ohne offiziellen Status.

Es musste bis 1998 gewartet werden, bis Ephraim Halevy, neu zum Kopf des Mossad ernannt, von Margaret Thatcher die Wiedereröffnung des Mossadbüros in London erhielt.

Man muss lesen: Le Livre de Handala, caricatures de Naji al-Ali, erschienen 2011 bei Ed. Scribest (140 unveröffentlichte und mit Erklärungen versehene Zeichnungen von Naji al-Ali).

In der Präsentation des „Livre de Handala“ hat der französische Zeichner und Karikaturist Siné (im Juli 2008 vom damaligen Direktor Philippe Val aus Charlie Hebdo wegen antisemitischer Äußerungen entlassen), daran erinnert, dass der Zeichner „wegen Überzeugungen, die er mit seinen Zeichnungen und seine kleine Gestalt mit dem Namen Handala, wunderbar ausgedrückt hat“, getötet wurde.

Handala, ein 10-jähriger ärmlicher palästinensischer Flüchtling ist in allen Zeichnungen von Naji al-Ali gegenwärtig, mit dem Rücken zur Welt, die sein Vok verraten hat.

Auszug aus dem Livre de Handala: Le Livre de Handala. Les dessins de résistance de Naji al-Ali… s.im Originaltext.  >>> 
Übersetzung: K. Nebauer

Weitere Texte

Die Einheitsfront der Zivilisierten. Nach den Anschlägen in Frankreich fordert man von uns, die „westlichen Werte“ gegen die „Barbarei“ zu verteidigen. Eine Verweigerung  (Hans Berger)  >>> 

S.P.O.N. – Im Zweifel links: Das Islam-Missverständnis (Jakob Augstein)  >>>

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Terrorismus

Kriege, Kriegsverbrechen und Propaganda. Der Terrorismus der westlichen Welt – Teil 1 (Sascha Pommrenke>>>

Americans Are as Likely to Be Killed by Their Own Furniture as by Terrorism  >>> 

Are All Terrorists Muslims? It’s Not Even Close. What percentage of terror attacks in the United States and Europe are committed by Muslims? Guess. Nope. Guess again. And again…  >>>