Start

Desinformation und Diffamierung gegen die Gaza-Freedom-Flottille 2

KoPI, 28.06.2011: Pressemitteilung

Der Deutsche Koordinationskreis Palästina Israel weist die Vorwürfe gegen die Gaza-Freedom-Flottille 2 zurück, die auf der Webseite der israelischen Zeitungen Yedioth Ahronoth und Haaretz am 27.06.2011 veröffentlicht wurden. Demnach behaupten offizielle israelische Stellen, dass Aktivisten der Flottille chemische Substanzen mitführen, um sie gegen israelische Soldaten einzusetzen, und dass islamische Extremisten an der Flottille teilnehmen, die das "Blut von Soldaten der israelischen Armee vergießen" wollen.

Es ist zu befürchten, dass weitere derartige Meldungen ohne konkrete Belege folgen werden, um das gewaltfreie Anliegen der Freedom-Flottille zu diskreditieren. Bereits im vergangenen Jahr hat Israel mit Halbwahrheiten und nachweisbaren Falschmeldungen versucht, das eigene gewalttätige Vorgehen, die Tötung von neun Aktivisten und die Verletzung von Dutzenden weiterer Menschen zu rechtfertigen.

Diese Kampagnen können das Folgende nicht verschleiern:

  • Die hermetische Abriegelung von Gaza ist illegal. Das wurde viele Male durch Menschenrechtseinrichtungen bestätigt einschließlich den Vereinten Nationen und dem Internationale Roten Kreuz.
  • Diese Blockade hat verheerende Auswirkungen auf die Menschen in Gaza. Dies ist ebenfalls bestens dokumentiert.
  • Das Abfangen der ersten Flottille war illegal. Der "UN Human Rights Council’s Fact Finding Mission Report" stellt eindeutig fest, dass diese Flottille weder eine unmittelbare Bedrohung für Israel darstellte noch dafür ausgelegt war, an kriegerischen Bestrebungen mitzuwirken. Das Abfangen der Flottille kann demnach nicht mit Selbstverteidigung gerechtfertigt werden und war illegal, so der Report.
  • Die Teilnehmer der Freedom-Flottille 2 haben Erklärungen zum Gewaltverzicht unterzeichnet. Die Organisatoren der Flottille fordern dazu auf, jegliche Information, die das israelische Militär zu einzelnen Teilnehmer hat, an sie weiterzuleiten.

Wir fordern die Medien auf, die Vorwürfe gegen die Gaza-Freedom-Flottille 2 nicht ohne ernsthafte Überprüfung zu übernehmen und darüber hinaus seriös über das Anliegen der Gaza-Flottille und die Situation in Gaza zu berichten.

Kontakt: KoPI, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Download