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Hintergrund

8juli2011-banner-728x90-mediumrectangleSeit 2001 reisen Aktivistinnen und Aktivisten aus aller Welt nach Palästina ein, um den gewaltlosen palästinensischen Widerstand zu unterstützen und um die Isolation durch die israelische Besatzungsmacht zu unterlaufen.

Doch die besetzten Gebiete sind nur über Israel bzw. über Grenzen zu erreichen, die von Israel kontrolliert werden. Häufig wird man bei der Einreise befragt, durchsucht oder auch abgewiesen. Man ist gezwungen, sich zu verstellen und zu leugnen, dass Palästina das Reiseziel ist. Die Palästinenserinnen und Palästinenser sind vom Rest der Welt und auch untereinander durch Enklaven, einer Art Bantustans isoliert.

Dieses israelische Grenzregime, das internationales Recht missachtet, werden hunderte, möglichst tausende Internationale am 8. Juli 2011 herausfordern: Alle werden an diesem Tag einreisen und auf ihr Recht bestehen, der Einladung ihrer palästinensischen Freundinnen und Freunde nachzukommen.

Diese ausdrückliche Einladung erfolgte, als sich unsere palästinensischen Freundinnen und Freunde im Dezember 2010 in Bethlehem getroffen haben und sich für das Projekt einer gemeinsamen Reise von internationalen Aktivistinnen und Aktivisten nach Palästina vom 8. bis 16. Juli 2011 aussprachen (Aufruf aus Palästina).

In den Monaten, die bis dahin noch vor uns liegen, werden wir eine Kampagne organisieren, in der wir über das Recht informieren, nach Palästina einzureisen, und darüber, dass Israel nicht das Recht hat, uns die Einreise mal zu gewähren und mal zu verweigern. Nachdem Israel den palästinensischen Flughafen zerstört hat und jeglichen Zugang zu den besetzten palästinensischen Gebieten kontrolliert, bleibt uns nichts anderes übrig, als die israelische „Sicherheitsüberprüfung“ zu durchlaufen, obwohl wir eigentlich nicht vorhaben, nach Israel einzureisen. Unsere Aktion ist gewaltlos und wir werden nichts Gefährliches mitnehmen. In den kommenden Monaten werden wir auch unsere Parlamentarier und unsere Regierung auffordern, sich dafür einzusetzen, dass wir frei und ohne uns zu verstellen nach Palästina einreisen können.

Parallel zu der Free-Gaza-Flotille, die von der internationalen Free-Gaza-Bewegung für diesen Frühling geplant ist, planen wir, am 8. Juli das Westjordanland und Ostjerusalem aus der Luft anzuvisieren. Genauso wie Gaza sind das Westjordanland und Ostjerusalem von der israelischen Politik betroffen, nicht nur durch die Besatzung, sondern darüber hinaus durch Kolonialisierung, Landnahme, Vertreibungen, Häuserzerstörungen, ungebremste Siedlergewalt und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit.

Wir möchten möglichst viele Menschen motivieren, sich ein oder mehrere Flugtickets zu sichern und zwar für Freitag, 8. Juli 2011. Genau an diesem Tag, und keinem anderen, wollen wir in Tel Aviv landen. Nutzt möglichst Flüge am Tag. Doch falls der Ansturm zu groß sein sollte, ein schöner Erfolg, wären Flüge in der Nacht, die am 8. Juli früh eintreffen, eine Alternative.

Der Deutsche Koordinationskreis Palästina Israel (KoPI) unterstützt die "Mission 8. Juli". Wir informieren auf der Webseite www.kopi-online.de/8juli2011 in deutscher Sprache.

Die französische Webseite bienvenuepalestine.com enthält ausführliche Informationen, die wesentlichen Informationen erscheinen dort auch in englischer Sprache.